Hamburg Gloria Friedmann Mahnmal
Abgelegt unter: Places1933 auf der grauen Betonfläche mahnt kühl eine Zahl jene, die heute Recht sprechen: Die deutsche Justiz war willfähiges Instrument der nationalsozialistischen Diktatur. Richter und Staatsanwälte vollstreckten vom Rassenwahn geprägte Gesetze gegen andere Gruppen. Widerstand leisteten einige.
Hamburg heute – ein Abbild der Stadt. Hier leben die Menschen, die bei den umliegenden Gerichten Recht suchen. Davor Eisenstelen mit Pflanzen – einheimische und fremde, heilende und giftige, dornige und moosbehaftet. Sie stehen da für die Hamburger Bevölkerung. In ihrer Vielfalt haben alle den gleichen Anspruch auf Pflege so wie die Menschen den Anspruch auf Gleichheit vor dem Recht. Hier und Jetzt: ein Ort der Rechenschaft und ein Ort der Verantwortung für das vielfältige, jeden Augenblick neue Geschehen. Gloria Friedmann hat dieses Mahnmal im Auftrag der Justiz Hamburgs geschaffen, im Oktober 1997.
Die Bilder sind vom 19.04.2009:
Hamburg Cap San Diego
Abgelegt unter: PlacesMit seinen schwungvoll gestalteten Formen symbolisiert der Frachter Cap San Diego den Elan des Neubeginns in der kriegsverwüsteten Stadt. Dieser weisse Schwan des Südatlantiks entstand nach Plänen des Architekten Cäsar Pinnau auf der Deutschen Wert in Hamburg. 1962 trat er seinen Dienst als Stückgutfrachter der Reederei Hamburg Süd für Waren Südamerika an. Der elegante Frachter hatte 14 Schwesterschiffe, die alle zwischen 1955 und 1969 gebaut wurden. Die zunehmende Bedeutung des effizienten Containerverkehrs verhiess den Stückgutfrachtern das Ende. 1986 entging auch die 11.630 PS starke Cap San Diego ihrer Verschrottung nur durch die neue Bestimmung als Museumsschiff. Sie ankert nun fest an einer Nachfolgekonstruktion der ursprünglich 1929 von der Hamburg Süd Reederei aus alten Zollpontons vor dem Baumwall gebauten Überseebrücke. Die heutige Überseebrücke, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, verströmt noch immer einen Hauch von Glanz der grossen Atlantiküberquerungen, obwohl sie nun fast ausschliesslich als Zugang zum Museumsschiff dient.
Die Bilder sind vom 19.04.2009:
Hamburg Zeughausmarkt
Abgelegt unter: PlacesDer Markt am ehemaligen Millerntor erhielt seinen Namen von dem Attilleriezeughaus, das 1661 bis 1826 an der Stelle der Englischen Kirche stand. Nach Auflösung Hamburgs als Festung um 1820 wurde der Platz neu gestaltet. An der Nord- und Westseite entstand 1823 bis 1827 eine einheitliche klassizistische Randbebauung, entworfen von Carl Ludwig Wimmel. Von ihr zeugen noch die Häuser Nr. 33 bis 38. Die Nordwestecke wurde durch eine breite, bebaute Zufahrt zum Millerntor erweitert, durch die heute die Ost West Straße führt.
Die Bilder sind vom 19.04.2009:
Hamburg Narzissenhang
Abgelegt unter: PlacesDer bewaldete Hang am Nordwestufer des Stadtgrabens gehört zu den am besten erhaltenen Abteilungen des Alten Botanischen Gartens. Seit 180 Jahren sind Vegetationen und Wegeführung nahezu unverändert. Von März bis Mai zeigen die Frühblüher am Narzissenhang ein buntes Farbenspiel. Wenn im Umland die Knospen der Narzissen noch geschlossen sind, leuchten am Hang bereits die gelben Blüten. Das milde Stadtklima und die Ausrichtung nach Südosten begünstigen den besonders zeitigen Austrieb. Die Frühblüher nutzen das Licht des Vorfrühlings, bevor Bäume den Boden beschatten. Beim schnellen Start helfen unterirdische Vorratsspeicher wie Zwiebeln und Knollen. In einem Zeitraum von wenigen Wochen blühen, fruchten und füllen die Pflanzen ihre Speicher auf. Sind die Blätter verwelkt, ruhen die Zwiebeln den Rest den Jahres unter der Erde.
Die Bilder sind vom 19.04.2009:



















